Der Festsaal
Lichte Grüntöne auf weißem Grund, feines Ornament und eine Akustik, die sich für Kammermusik in besonderer Weise eignet.
Der Festsaal nimmt auf der Südostseite die gesamte Tiefe des Hauses ein. Leicht vorspringende Wandstücke mit Nischen gliedern die Wände, Thyrsosstäbe begleiten die Türöffnungen. In den Supraporten erscheinen über Arabesken in Grisaillemalerei Figurenszenen, vermutlich nach Entwürfen des Hofmalers Christian Bernhard Rode.
Neben und zwischen den Fenstern zeigen sechs querovale Medaillons Architektur- und Landschaftsmotive der Pfaueninsel; über den Nischen ranken sich Weinlaub und Trauben um ein zentrales Gefäß. Eines der Medaillons wurde bei der Restaurierung 1973 durch eine Ansicht der Gotischen Bibliothek im Neuen Garten von Dankwart Kühn ersetzt.
Das Palais Lichtenau ist Schauplatz der jährlichen Meisterkurse. Im Festsaal stehen ein Steinway D und ein Fazioli F308. Beide Flügel sind in hervorragendem Zustand und werden regelmäßig von einem Klavierstimmer gepflegt und gestimmt. Auf ihnen haben bereits bedeutende Pianistinnen und Pianisten gespielt. So wird der historische Saal bis heute als Arbeits- und Aufführungsraum genutzt.
- Ausmalung
- Bartolomeo Verona, Johann Carl Wilhelm Rosenberg
- Restaurierung
- 1973 sowie 2011–2013
- Heute
- Konzerte, Lesungen und Vorträge





